GUZSZ-Mitglieder kennenlernen

Liebe Frau Sengelmann, Sie sind GUZSZ-Mitglied seit November 2014. Anlässlich Ihres Website-Relaunches würden wir Sie gern bitten, sich und Ihr Unternehmen Sengelmann-Biografien kurz vorzustellen:

Ich biete biografische Dienstleistungen an – etwa Hochzeitsbüchlein, klassische Privatbiografien oder Jubiläumsbücher für Firmen. Daneben gebe ich Kurse für Menschen, die ihr Leben selbst aufschreiben. Überdies führe ich ein Blog, auf dem ich regelmäßig Interessantes rund um die Themen Biografie und Schreiben veröffentliche.

Ursprünglich haben Sie sich auf private Biografien konzentriert. Nun haben Sie Ihr Angebot um Unternehmensbiografien erweitert. Wie kam es dazu?

Für Privatbiografien macht es mir immer wieder Spaß, die Kunden über ihr Leben zu befragen, es für sie aufzuschreiben und zu einem schönen Buch zu machen. Es gibt den Leuten so viel: Sie halten Rückschau auf ihr Leben und sehen manches mit anderen Augen. Mit einem echten, gedruckten Buch hinterlassen sie etwas Bleibendes. Und schlussendlich verstehen ihre Kinder mehr über die Eltern und somit über ihre eigenen Wurzeln.

Dass ich mein Angebot um Firmenbiografien erweitert habe, hängt mit einem Aha-Erlebnis bei einem kleinen Bäcker zusammen. Als ich zuhause seine knusprigen Brötchen in den Korb legte, fragte ich mich: Wie behauptet der sich mit seinem kleinen Laden gegen die großen Ketten? Wie macht er Werbung für sich? Wäre es nicht schade, wenn die kleine Bäckerei einginge? Da wurde mir klar, dass Tradition ein Wert ist, den man in der Unternehmenskommunikation mehr betonen sollte. Eine Firmenbiografie ist ein wunderbares Marketinginstrument – zum Beispiel zu einem Jubiläum. So wird Tradition erlebbar.

Gibt es grundlegende Unterschiede während der Vorbereitungsphase, also während der Recherchephase für eine private oder eben eine Unternehmensbiografie?

Bei beiden Arten von Biografien frage ich meine Kunden zu Beginn nach ihrer Zielgruppe. Sind es bei Privatpersonen meistens Familie und Freunde, habe ich bei den Gesprächen mit dem Unternehmer im Kopf, wer dort die Biografie lesen wird. Bei einer Apotheke etwa könnten dieses Kunden sein, aber auch Ärzte, Physiotherapeuten oder andere Berufsgruppen, mit denen die Apotheke zusammenarbeitet oder zusammenarbeiten will.

Sie erfahren sehr intime Details im Rahmen Ihrer Arbeit. Worin besteht für Sie die größte Herausforderung im Umgang damit?

Natürlich bewahre ich Stillschweigen über die Gespräche mit meinen Kunden, das fällt mir nicht schwer. Es gehört aber auch zu meinen Aufgaben, die Kunden zu beraten, was in eine Biografie gehört und was besser nicht. Das erfordert manchmal Fingerspitzengefühl. Man muss die Außenwirkung im Blick behalten, ganz besonders bei Firmenbiografien, die sich ja an einen größeren Leserkreis wenden.

Wo wir schon bei Herausforderungen sind. Worin bestand Ihre größte unternehmerische Herausforderung seit Ihrer Gründung? Und abschließend würden wir gern wissen, ob Sie uns von einem besonders schönen Erlebnis im Rahmen des Biografieschreibens berichten können.

Eine große Herausforderung war mein Umzug vor vier Jahren von Hamburg nach Berlin. Jetzt bin ich in beiden Städten tätig. Beim Aufbau hier in Berlin setze ich neben meiner neu strukturierten Homepage www.sengelmann-biografien.de vor allem auf persönliche Kontakte. Und dabei hilft mir nicht zuletzt die GUZSZ eG mit ihren Treffs und den Netzwerkmöglichkeiten.

Aber nun ein konkretes Erlebnis: Das größte Kompliment machte mir die Tochter einer Kundin, die mir sagte: „Als ich die Biografie las, war es, als würde ich meine Mutter sprechen hören.“ Mehr kann man sich nicht wünschen und das ist mein Ziel für alle Biografien.

Wir bedanken uns herzlich für das Gespräch Frau Sengelmann!